Portrait von Klaus de Winder, Co-Gründers und Geschäftschäftsführer von de Winder Architekten GmbH in Berlin

Klaus de Winder

Ich bin Co-Gründer und Geschäftsführer der de Winder Architekten GmbH in Berlin. Unser Architekturbüro mit rund 20 MitarbeiterInnen besteht seit 1999. Wir schaffen Beziehungsgeflechte, die Begegnungen fördern, Zusammenarbeit stärken und neue Formen des Miteinanders ermöglichen. Im Hoch- und Ausbau, in Neubau, Bestand und Denkmal – und in allen Phasen des Entstehens.

Was uns bei de Winder antreibt, wenn wir im Bestand arbeiten? Ganz einfach: die Möglichkeit, bestehende Räume in neue Beziehungen zu überführen.

Bauen im Bestand heißt für uns nicht: flicken, restaurieren, konservieren. Es heißt: verwandeln. Räume, die schon Geschichte tragen, bekommen die Chance auf ein neues Narrativ – eines, das Vergangenheit mit Zukunft verwebt, Charakter erhält statt ihn zu übertünchen, und in dem die vorhandene Substanz zur Bühne für neue Begegnungen wird.

Wir arbeiten mit dem Bestand wie mit einem Beziehungspartner: achtsam, mit Respekt und Neugier. Was ist da? Was will bleiben? Was braucht Wandel? Im Dialog mit der vorhandenen Struktur entstehen Räume, die Atmosphäre haben, Haltung zeigen und Anschluss bieten – an die Menschen, die dort arbeiten, leben, sich begegnen.

Gerade im Bestand zeigt sich die Haltung der Relationalen Architektur besonders klar: Wir verstehen Gebäude nicht als fertige Formen, sondern als Beziehungsgefüge. Im besten Fall gelingt uns dabei eine Choreografie aus Alt und Neu, aus Erinnerung und Zukunftsfreude – architektonisch, atmosphärisch, emotional. Oder kürzer gesagt: Wir bauen nicht im Bestand.

Wir bauen auf Beziehung.